Sammy Miller Motorcycle Museum

Mitte September dieses Jahres hat es den Autor dieser Zeilen nach Großbritannien zum Goodwood Revival verschlagen (großartige Veranstaltung, sehr zu empfehlen). Im Rahmen dieses Ausfluges nutzte ich auch die Gelegenheit für einen Besuch im Sammy Miller Motorcycle Museum in New Milton in der Grafschaft Hampshire.

Sammy Miller, der Mann hinter dem Namen des Museums, ist elffacher Britischer Trial Meister und hat im Laufe seiner fünfzigjährigen Karriere bei mehr als 1400 Veranstaltungen auf dem obersten Treppchen gestanden. Eine gewisse Legitimität in Sachen Motorädern ist dem Mann also nicht abzusprechen.

Einen außergewöhnlichen Ruf in der Szene genießt allerdings auch das Museum selbst. Und dieser Ruf bestätigt sich nach wenigen Schritten durch die Eingangstür. Ich wage zu behaupten, dass jedem, der diese Zeilen liest und somit wahrscheinlich eine gewisse Neigung für alte Motorräder an den Tag legt, die sprichwörtliche Spucke bei diesem Anblick wegbleibt. Schnell kommen Gedanken auf, was oder wen man wohl zu Hause überfallen oder verkaufen müsse um sich im Gegenzug auch nur einige der hier ausgestellten Preziosen in die heimische Garage schieben zu können. Doch selbst dann: eine Auswahl aus dieser schieren Masse an atemberaubenden Motorrädern zu treffen würde für manchen von uns ein Dilemma darstellen.

Der freundliche Empfang rät einem, ungefähr vier Stunden für einen Besuch einzuplanen. Ich denke, solange man nur vorhat die Motorräder selbst zu bewundern ist das ausreichend. Möchte man aber auch die überwältigende Masse von themenbezogenen Accessoires, Plakaten, Motoren oder Erklärungsschildern, von denen das gesamte Museum zum Bersten vollgepackt ist, in Augenschein nehmen, so werden vier Stunden nicht ausreichen.

Sollte man während seines Besuches eine kleine Stärkung brauchen, so findet man im Hof des Museums ein kleines Tea House, welches Getränke und Snacks anbietet.

Übrigens: New Milton, die beschauliche Heimat des Museums, liegt am Rande des New Forest National Park, einem atemberaubend schönen Naturschutzgebiet welches zu ausgiebigen Wanderungen einlädt. Sollte die Begleitung also keine Lust auf einen Tag voller Brough Superiors, NSU Rennmaxe, Moto Guzzi V8’s oder sonstige, heilige Grale der Motorradwelt verspüren, kann man sie guten Gewissen auch in den Wald schicken. Der Vollständigkeit halber sei hier aber geraten, die Begleitung nach dem Museumsbesuch auch wieder aus dem Wald abzuholen…

Weitere Fotos gibt‘s in der folgenden Gallerie:

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